London ist längst fester Bestandteil im MCG-Reiserepertoire, doch der Austausch mit zwei renommierten Schulen der Stadt ist neu - und gleich ein Erfolg. Dabei hatte die Reise alles andere als problemlos begonnen, wurde eine Schülerin bei der Einreise doch erst einmal "festgenommen". 

 

Die erste Hürde bestand in der kommentarlosen Stornierung des gebuchten Flugs. Nachdem die Reisegruppe mit einem Ersatzflug schließlich doch noch gelandet war, wurde einer Schülerin die Einreise verwehrt. Behördenmitarbeiter erklärten ihr, sie habe kein gültiges Visum - ein Irrtum, wie sich später herausstellte. 

Entschädigt für diese Stolpersteine wurde die Gruppe dann jedoch mit einem überaus erfreulichen weiteren Reiseverlauf, der mit einem Wochenende in sehr netten Gastfamilien seinen Anfang nahm. Es gab viel zu entdecken, den Reiz des Afternoon Tea etwa oder zahlreiche Wochenendaktivitäten. So durfte Katharina Borger (9a) mit auf ein Pharell-Williams-Konzert, Nima Meschkat (10b) wurde bei einem Spiel im Wembley Stadium ausnahmsweise zum England-Fan.

Für Begeisterung sorgten zu Beginn der Woche auch die beiden ehrwürdigen Privatschulen, für die Mädchen St Helen's Northwood und für die Jungen die Merchant Taylors' School. Nicht nur die Schuluniformen fanden besonderes Gefallen und ließen den Wunsch aufkommen, man solle sie doch auch bei uns einführen. Auch das ungewöhnliche Schulfach CCF stieß auf klare Zustimmung in der Gruppe: Bei der seit 1900 erteilten Combined Cadet Force nehmen die Schüler_innen an unterschiedlichen Aktivitäten und Camps statt, um in Fliegen, Schießen, Segeln und Bergsteigen trainiert zu werden. Ziel des Unterrichtsfaches sei die Förderung von Teamwork und Leadership, wurde den Deutschen erklärt.

Diese staunten nicht schlecht auch über die Kursgrößen, die von 2-15 Teilnehmern reichten. In einem Kurs saß sogar ein Mitglied der königlichen Familie, erfrischend bodenständig übrigens, wie verlautete.  

London selbst war ein weiteres Highlight der Reise. Die üblichen Sights (Buckingham Palace – leider ohne den Afternoon Tea im Inneren) wurden ergänzt durch einen Höhenflug (London Eye) und eine Bootstour entlang der Themse. Man bewunderte Originalbücher der Queen und bestaunte die Magna Charta.

Zu Beginn der Herbstferien landeten die Austauschteilnehmer_innen und Organisatorin Stephanie Sommerfeld erschöpft, aber sehr zufrieden wieder in Hamburg, voller Vorfreude auf den Gegenbesuch der Briten (24.10.-01.11.2014).

Viele hatten am Flughafen die Waage von British Airways gefürchtet, doch trotz Geschenk- und Shopping-Lasten hatten alle einsteigen dürfen, sogar die visumgeplagte Teilnehmerin, deren Gepäck mit 22,8 kg die Höchstgrenze besonders knapp unterschritt.

 

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