Ein Theater-Abend der Extra-Klasse

Besuch 6 hpMit ihren Aufführungen haben unsere 10. Klassen dem Publikum einen Theater-Abend der Extraklasse geboten. Sie zeigten Mut zum klassischen Stoff, setzten diesen zeitlos um und entwickelten Bilder, die einem auch noch Tage nach der Aufführung nicht aus dem Kopf gehen.

 

 

Besuch 1 hpDer Kurs von Frau Buchberger eröffnete den Abend, der beinahe Festivalcharakter hatte, mit Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“. Die steinreiche und gealterte Claire, gespielt von Laura Dzida und Marilena von Ahsen, kommt mit samt ihren streitsüchtigen Bodyguards, zurück in ihre Heimatstadt Güllen. Dort will sie Gerechtigkeit für die einstige Schmach, die ihre Mitmenschen ihr einst antaten.

 

 

Besuch 8 hpDoch darf sie wirklich ihren damaligen Liebhaber Ill von den Güllnern umbringen lassen, auch wenn der sie einst mit Kind und Schande sitzen ließ? Die Güllener, die in existenzbedrohenden finanziellen Schwierigkeiten stecken, kommen nicht nur ins Grübeln, sondern geben die 2 Milliarden, die Claire für den Mord an Ill versprochen hat, schon vorher aus. Doch bevor es zum Äußersten kommt, lässt Regisseur und Moderator Karo Zarza das Publikum entscheiden, wie zu verfahren ist.

 


Ödi 2 hpDiese Wahl hatte man beim zweiten Stück des Abends bei „König Ödipus“ nicht. Auch im Stück des Kurses von Frau Wölffert sollte eine Stadt gerettet werden, die aber aufgrund des ungesühnten Mordes an ihrem einstigen König verflucht war.

 

 

 

Ödi 8 hpEs war beeindruckend zu sehen, wie rasant der derzeitige und beliebte König Ödipus, der auf der Suche nach der Wahrheit ist, um seine Stadt zu retten, dabei aber die eigene Schande aufdeckt und sich selbst ins Verderben stürzt. Denn der Mörder, den er suchte, war er selbst, so wie es im die Seher, denen er nicht glauben wollte, ihm vorausgesagt hatten.

 

 

Ödi 14 hpAuf beeindruckende Weise wurden auch hier die jungen Darstellerinnen und Darsteller der Komplexität des Tragödienstoffes Herr: dies gelang zum einen durch gekonnt inszenierte Bilder und ihre Spielfreude, zum anderen zeigten die Schüler keine Scheu vor der Kunstfertigkeit beider Dramen-Texte, machten sie sich zu eigen und überzeugten damit das Publikum.