Stärken erkennen und fördern

Begabte und talentierte junge Menschen müssen bestmöglich unterstützt werden. Dabei gilt es, die Potentiale, die insbesondere in Kindern und Jugendlichen stecken, aufzuspüren und zu fördern. Das Erkennen von Begabungen wird am MCG nicht als einmalige Angelegenheit angesehen, es ist vielmehr ein Prozess des Beobachtens und Entdeckens, in dem immer wieder neue Einschätzungen möglich sind. Die freien Beobachtung im Unterricht wird ergänzt durch den Austausch bei den Zeugniskonferenzen, Informationen aus Lernentwicklungsgesprächen (Einschätzung von Stärken), die Auswertung von KERMIT, sowie Berücksichtigung von Wettbewerbssiegern. Besonders Begabte oder Hochbegabte unterscheiden sich genauso stark in ihrer Interessensausprägung und ihren Stärken und Schwächen wie durchschnittlich begabte Schülerinnen und Schüler. Aus diesem Grund zeichnet sich das MCG-Förderkonzept durch eine Vielfalt an Maßnahmen aus Enrichment (Anreicherung) und Akzeleration (Anreicherung) für besonders Begabte und Hochbegabte aus. Dazu zählen:

 

  • spezielle Aufgabenformate, Forscheraufgaben, bilingualer Unterricht, Lernstoffstraffung, Gruppenbildung, Wettbewerbe im Klassenverband
  • Drehtürkurs mit "Forschendem Lernen", Klassen- oder jahrgangsübergreifende Gruppenbildung
  • Zusatzangebote am Nachmittag wie Wahlpflichtkurse, Arbeitsgemeinschaften, Schülerfirmen und Wettbewerbskurse außerhalb des Klassenverbandes
  • das Überspringen einer Klassenstufe 

 

 

Das MCG nimmt mit dem „Forschenden Lernen“ nach dem Drehtürprinzip eine Vorreiterrolle bei den Hamburger Gymnasien ein. Besonders begabte Schülerinnen und Schüler werden in der Zeugniskonferenz für die Teilnahme vorgeschlagen. Sie erhalten dann einen Infobrief und können zusammen mit den Eltern entscheiden, ob sie das Angebot nutzen möchten. Falls ja, verlassen die Schülerinnen und Schüler für ein Halbjahr, an einem festgelegten Wochentag, den Fachunterricht der 2. und 3. Stunde und nehmen am „Forschenden Lernen“ teil. Den Unterrichtsstoff müssen die Schülerinnen und Schüler selbstständig nacharbeiten. Wenn eine Klassenarbeit oder Klausur geschrieben wird, geht diese vor. Die gewonnene Zeit verbringen die Schülerinnen und Schüler in einer Kleingruppe, die sich im Rahmen des „Forschenden Lernens“ mit eigenen Forschungsfragen auseinandersetzt.

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