Individuelle Auslandsaufenthalte

Für Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen stellt sich jedes Jahr wieder die Frage: Soll ich im nächsten Jahr für drei, sechs oder zehn Monate in ein anderes Land gehen, dort in einer fremden Familie als Gast leben und eine Schule besuchen?

Die meisten zieht es immer wieder in USA, aber grundsätzlich sind fast alle Länder der Erde zwischen Dänemark und Neuseeland als Austauschziele möglich.

 

Ansprechpartnerin für all diese Fragen ist am MCG Frau Held. Wer bezüglich eines geplanten Auslandsaufenthaltes mit ihr Kontakt aufnehmen will, klickt hier.

Außerdem kann man sich auf der Webseite des Auslandsreferats der Hamburger Schulbehörde genauer informieren.

 

Nachfolgenden finden sich für interessierte Schülerinnen und Schüler sowie Eltern Tipps zur Planung eines solchen Auslandsaufenthalts.

 

Grundlegende Fragen

Wer sich für eine Schüleraustausch interessiert, sollte sich zunächst diese Fragen stellen:
  • Möchte ich eine andere Sprache intensiv lernen?
  • Bin ich bereit, andere Menschen und ihre Gewohnheiten kennenzulernen und zu akzeptieren?
  • Werde ich lange Zeit ohne meine Familie und Freunde auskommen?
  • Kann ich mit erhöhten Herausforderungen und auch Enttäuschungen fertigwerden? Mit gelegentlicher Einsamkeit?
  • Bin ich bereit, Kompromisse einzugehen, Entscheidungen allein zu treffen?
  • Habe ich Lust, anderen etwas über mich selbst, meine Stadt, mein Land zu erzählen?
  • Möchte ich an neuen Aktivitäten mit anderen teilnehmen?
  • Kann ich ein Teil einer Gastfamilie sein, ohne mich als "Gast" in einem fremden Land zu fühlen?
  • Wenn Du die meisten dieser Fragen mit "JA" beantworten kannst, solltest Du Dich als Austauschschüler bewerben.

 

 

Sprachreisen während der Ferien

Für diejenigen, die nicht so lange im Ausland bleiben möchten, aber auf jeden Fall ihre Sprachkenntnisse verbessern wollen, bieten sich zwei- oder dreiwöchige Aufenthalte während der Ferien an.

Hierzu gibt es Angebote verschiedener Veranstalter, die meist die Unterbringung in Gastfamilien, den Besuch einer Sprachschule und die Anreise umfassen. Interessierte sollten sich zunächst einen Überblick im Internet über das Angebot verschaffen (Stichwort „Schülersprachreisen“), bevor die Entscheidung für einen der vielen Veranstalter fällt.

 

 

Finanzielle Förderung

Die Schulbehörde fördert einen halb- oder einjährigen Schulbesuch im Ausland, wobei sich die Höhe der Förderung nach den Einkommensverhältnissen der Eltern richtet.

Zurzeit gibt es eine finanzielle Unterstützung, wenn das anrechenbare Brutto-Familieneinkommen 4.000 Euro nicht übersteigt, wobei man für jede im Haushalt lebende Person 435 Euro vom Brutto-Familieneinkommen abziehen kann, um zu dem hier maßgeblichen anrechenbaren Brutto-Familieneinkommen zu gelangen.

Ein Zahlenbeispiel: Eine Familie mit fünf im Haushalt lebenden Personen hat ein Bruttoeinkommen von 6.170 Euro. Abzüglich 5 x 435 Euro, also 2.175, ergibt sich ein anrechenbares Brutto-Familieneinkommen von 3.995 Euro. Der Familie steht somit eine Förderung durch die Stadt Hamburg zu. Voraussetzung ist immer, dass der Schüler oder die Schülerin regelmäßig eine Schule im Ausland besucht und nach seiner Rückkehr aus dem Ausland den Schulbesuch hier fortführt.

Das Formular zur Beantragung der behördlichen Förderung finden Sie hier:

pdfAntrag auf finanzielle Förderung des Schulbesuchs im Ausland.pdf

 

Eine Förderung für besonders engagierte Lernende aus dem Raum Wandsbek ist über den Verein Jugend bewegt Wandsbek e.V. möglich.

 

Des Weiteren bieten die Veranstalter der Sprachreisen Voll- und Teilstipendien an.

  

 

Veranstalter und Programme

Es gibt zahlreiche gemeinnützige und kommerzielle Veranstalter. Die gemeinnützigen Veranstalter sind in dem AJA (Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch-Organisationen) zusammengeschlossen. Hierzu gehören: AFS, YFU, Experiment e.V., Open Door International, Partnership International, Rotary Jugenddienst.

Viele kommerzielle Anbieter sind im Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter zusammengeschlossen.

 

Informationen der verschiedenen Anbieter sind nicht nur im Internet, sondern auch auf den großen Schüler-Austausch-Messen zu erhalten. Diese werden mehrmals im Jahr von der Deutschen Stiftung Völkerverständigung veranstaltet.

Am MCG werden – in kleinerem Rahmen – ebenfalls Schüler-Austausch-Messen mit Vertretern verschiedener Organisationen durchgeführt.

 

Interessant kann für engagierte Schüler, die in die USA reisen möchten, eine Bewerbung im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) des Deutschen Bundestags sein.

 

Auch das Voltaire-Programm mit einem mehrmonatigen Aufenthalt in Frankreich und ebenfalls mehrmonatiger Aufnahme eines französischen Gastschülers gehört zu den länderspezifischen Programmen.

 

Für diejenigen, die ihr Betriebspraktikum Ende Klasse 11 in England absolvieren möchten, gibt es ein Angebot über den Veranstalter Kultur-Life.

 

Andere Organisationen haben Angebote für Auslandsaufenthalte nach Abschluss der Schullaufbahn: Au Pair, freiwilliges soziales Jahr, Work and Travel sind hier zu nennen.

 

Interessante Informationen für Austausch-Interessierte sind auch auf folgendem Vergleichsportal zu finden: www.schueleraustausch.net

  

 

Überspringen oder wiederholen?

Beide Varianten sind grundsätzlich möglich. Bei besonders leistungsstarken Schülern, die die Jahrgangsstufe 10 im Ausland verbringen möchten, können die Fachlehrer durch Votum schon Ende Klasse 9 beschließen, dass der oder die Betreffende nach Rückkehr in die Studienstufe übergeht (und zwar ohne dass die schriftlichen Überprüfungen der Klasse 10 nachgeholt werden).

Einzelheiten zur genauen rechtlichen Lage sind zu finden in dem von der AJA in Zusammenarbeit mit der Behörde für Schule und Berufsbildung herausgegebenen Flyer „Ein Schuljahr im Ausland bei Abitur in 12 Jahren in Hamburg“. Am MCG liegt der Flyer aus bei der Pinnwand „Austausch und Reisen“, er ist auch über Frau Held zu erhalten.

Im Internet findet man die Informationen unter www.aja-org.de

 

 

Wir als Gastgeber

Interkultureller Austausch ist nicht nur möglich, wenn man selbst ins Ausland fährt: Bereichernd ist es auch, als Gastfamilie und Gastschule Schüler und Schülerinnen aus dem Ausland willkommen zu heißen.

Da das Interesse an Deutschland als Zielland in den letzten Jahren eher größer geworden ist, suchen Veranstalter wie YFU (Youth for Understanding) verstärkt Familien, die bereit sind, Gastschüler aufzunehmen.

 

 

Beratungsangebot

Wer beraten werden möchte, kann sich gerne an Frau Held (Koordination Austausch und Reisen) wenden. Außerdem gibt es jederzeit Prospektmaterial zum Mitnehmen oder Plakate mit Informationen zu Veranstaltungen: Alles zu finden an der Pinnwand „Austausch und Reisen“ im Erdgeschoss des Hauptgebäudes gegenüber dem Französisch-Fachraum. 

 

 

Erfahrungsberichte von Schülern sind auch zu finden unter: 

http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland