Partnerschaftsvertrag mit Airbus

Airbus01"Wir bekommen viele Kooperations-Anfragen", erklärt Jan Balcke, Ausbildungsleiter der Airbus Operations GmbH, anlässlich der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags mit dem Matthias-Claudius-Gymnasium am 23. Juni, "aber es gibt nur ganz wenige Kooperationen mit Schulen und bisher keine, die derart detailliert, konkret und verbindlich ist. Das ist so nie da gewesen."

Gemeinsam mit Projektmanager Günther Meyer ist er zur feierlichen Unterzeichnung eines Vertrages erschienen, der in der Tat eine Reihe präzise definierter Maßnahmen festschreibt.

So wird es Praktika von Schülern und - im Besonderen - Schülerinnen sowie Lehrkräften des MCG bei Airbus geben. Einzelne MCGler werden sich mit der Frage auseinandersetzen, was Airbus tun muss, um möglichst viele Schülerinnen für eine technische Ausbildung zu begeistern. Auch werden gemischte Teams aus MCG-Schülern und Airbus-Auszubildenden sowie Airbus-Studierenden gemeinsam bei den Wettbewerben "Schüler experimentieren" und "Jugend forscht" durch MCG-Lehrkräfte betreut werden. Die Kooperation könnte sich auch weiter in den Unterricht erstrecken: Warum nicht beispielsweise die Airbus-Niederlassung in Toulouse im Französisch-Unterricht unter die Lupe nehmen oder im Rahmen des Kunstunterrichts am Flugzeug-Design arbeiten? Ganz handfest schließlich war bereits ein Scheck über 2.000 Euro, mit dem Airbus unsere "Formel-1"-Teams unterstützt.

Überhaupt war es der Wettbewerb "Formel 1 in der Schule", mit dem einiges in Gang kam: Will-Hendrik Beckmann (9a) war an Herrn Balcke herangetreten und hatte ihn um die Unterstützung seines "Formel-1"-Teams gebeten. Balcke reagierte aufgeschlossen und befand, dass sich das Innovationspotenzial von Schülerinnen und Schülern womöglich auch für den Flugzeugbau der Zukunft nutzen lasse. Über Fragen der Aerodynamik oder Airbus00Werkstoffe zerbrechen sich schließlich bereits unsere Rennauto-Konstrukteure die Köpfe, und zwar mit beachtlichem Erfolg.

So waren bei der Vertragsunterzeichnung nicht zufällig die "Formel-1"-RennbahAirbus04n und die Präsentationsboxen der Teams ebenso aufgebaut wie etwa das "Vertical-Farming-Modell", das Alina Spiegel und Maxi Lüders (8c) im Rahmen des Wettbewerbs "Schüler experimentieren" konstruiert hatten und nun erläuterten.

Und noch jemand war erschienen: Zwei ehemalige Schüler des MCG (Abiturjahrgang 2011), die inzwischen bei Airbus tätig sind. Christoph Paff, ehemals Mitglied des "Formel-1"-Teams Airbus06"Nitrous", macht inzwischen seine Ausbildung zum Flugzeug-Geräte-Designer, Carmen Lange, ebenfalls ehemalige "Nitrous"-Mitstreiterin, absolviert eine Lehre als Elektronikerin für Luftfahrttechnik-Systeme. Beide planen bereits, im Anschluss an ihre Ausbildung den dualen Studiengang des europäischen Flugzeugherstellers zu belegen.

Der Ausbildungsleiter der Airbus Operations GmbH lobte den Stellenwert, den das MCG der Kooperation mit einem Industrieunternehmen wie Airbus einräume. Hier gelinge der Schritt der Schule in die Berufswelt, wie er heute immer wichtiger werde.Airbus07

Der Vertrag bildet hier zweifellos ein gutes und wichtiges Fundament. Die Vertragsbestimmungen mit Leben zu füllen dürfte zu einer reizvollen Aufgabe für Schülerinnen und Schüler sowie Kollegen des MCG werden.