Eine eindringliche Stimmung herrschte beim Theaterfestival zum Thema „Ver-rückte Welt“. In der Pausenhalle, Haus 2 und dem Theaterraum wurden simultan Stücke der Schülerinnen und Schüler des S2 aufgeführt. Hier sind einige Eindrücke und eine ausführliche Nachbesprechung zum außergewöhnlichen Abend.
„Ver-rückte Welt“
Es gibt Ideen, die schon theoretisch so stimmig, sinnreich und vielversprechend erscheinen, dass sie in der Praxis einfach zum Erfolg führen müssen. Die ausfahrbare Hundeleine etwa ist eine solche Idee, und der selbstjustierende Christbaumständer.
Dieser gedanklichen Preisklasse lässt sich mit Fug und Recht auch das gemeinsame Theaterfestival von MCG und CPG zuordnen, das in dieser Woche in dritter Auflage über die Bühnen ging und wie in den Vorjahren am dritten Montagabend im Februar Einblicke in das vermittelte, was Theater in der Schule zu leisten vermag und was Schule an sich auszeichnet.
Für die Dauer von vier Stunden konnte das überaus zahlreich erschienene Publikum an drei Spielorten und in nicht weniger als 17 Aufführungen erleben, wie sich die Oberstufentheaterschülerinnen und -schüler unter dem diesjährigen Festivalthema „Ver-rückte Welt“ einfallsreich, kritisch und aktuell mit dem, was die Welt im Inneren zusammenhält, und dem, was diesen Zusammenhalt gefährdet, auseinandersetzen.
Ob es dabei ums „WIR(R)“, um „(Ver-)Rückte Stereotypen“, „BeRAUSCHend“es, eine „Quinoa-Paprika-Pfanne mit Hähnchen“, „Greta vs. Trump“ ging, sich um „Jeannie ist tot“ drehte oder vieles andere mehr – die Besucherinnen und Besucher hatten die Qual der Wahl, und mache zogen es vor, sich zwischendurch bei Wurst, Kuchen oder Getränken an der aufwändig zum Festivalmotto gestalteten Bar eine Auszeit zu gönnen, den Songs der MCG- und CPG-Bands zu lauschen und die begleitende Kunstausstellung zu bewundern.
Das eine waren bei diesem Theaterfestival das Engagement und die Begeisterung, mit der die mehr als 170 mitwirkenden Schülerinnen und Schüler den Abend gestalteten, das andere die ungezählten Stunden organisatorischer Vor- und Nachbereitung, der Spielortgestaltung, des Bühnenbaus, der Kostüm- und Requisitenbeschaffung, nicht zuletzt der Proben an Wochenenden und Abenden. Alles Arbeiten, die weitgehend unbemerkt neben dem normalen Schulbetrieb stattfanden und die auch das sechsköpfige Projektteam (Frau Strahlendorf, Frau vom Bruck, Herr Herold vom CPG und Frau Buchberger, Frau Behnen, Herr Dr. Wegemund vom MCG) als Theaterfachlehrkräfte bzw. Theaterpädagogen und ebenfalls die begleitenden Kollegen und Schüler des MCG-Technikteams während der monatelangen Vorbereitungen manches Mal an die Grenzen brachten.
Die Früchte dieses Ehrenamts im besten Sinne ernteten dann spätestens beim Schlussapplaus in der überfüllten Pausenhalle alle gemeinsam, die durch ihre tatkräftige Unterstützung und mit ihrem Besuch und Interesse dem Schultheater an diesem Abend ganz praktisch die Ehre erwiesen hatten.
Text: Wg, Bilder: VL