Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Vier in Wandsbek" begrüßten Schulleiter Carsten Griese und Lehrerin Cornelia Buchberger Ende März die Bestseller-Autorin, Digitalbotschafterin und Schulleiterin Silke Müller in der MCG-Pausenhalle. Rund 150 interessierte Besucherinnen und Besucher verfolgten den eindringlichen Vortrag der Expertin rund um die Gefahren in sozialen Netzwerken.
Müllers Tenor: "Nicht die Dauer der digitalen Medien-Nutzung ist das Problem, sondern die Inhalte, die Kinder konsumieren. Schon Grundschüler sind Bildern von Gewalt, Pornographie und Rassismus ausgesetzt. Die Fotos, Sticker und Videos, die Kinder in ihren Messengergruppen aber auch durch Algorithmen in den Netzwerken sehen, sind so verstörend, dass man als Erwachsener bei der Konfrontation mit diesen Bildern kaum hinsehen kann. Bilder aus dem Krieg in der Ukraine, aus den bestialischen Überfällen auf Israel fluten die Smartphones der Kinder. Die meisten Eltern gehen davon aus, Medien-Erziehung bedeutet, die Bildschirmzeit zu begrenzen - und haben keine Ahnung, dass schon Kinder Bilder bestialischer Tierquälereien, Kriegsverbrechen und sexueller Gewalt sehen mit dramatischen Auswirkungen auf ihre Psyche. Kinder werden im Netz subtil und durch Fakeprofile von pädophilen Menschen kontaktiert. Dieses Cybergrooming ist zudem wohl eine der größten Bedrohungen unserer Zeit".
Als Konsequenz rief Silke Müller im Rahmen des Vortrages zu einer gemeinsamen gesellschaftlichen Kraftanstrengung auf, um Kinder zu schützen und die gewinnbringende Seite von sozialen Netzwerken und künstlicher Intelligenz in den Vordergrund zu stellen. Dabei kam sie mit den anwesenden Eltern und Lehrkräften anschließend intensiv ins Gespräch.